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Ierapetra - Warum mag ich diese Stadt?

(verfasst für die Website www.in-greece.de, am 29. Juni 2004, Informationen, Reiseberichte, Forum und mehr rund um Griechenland) 


 

Ierapetra, die südlichste Stadt Europas. Seit nunmehr 7 Jahren führt es mich immer wieder an diesen Ort zurück. Es sind 7 Jahre, in denen ich auch ein Stück der Stadtentwicklung miterlebt habe. Und dennoch blieb vieles für mich bisher unentdeckt.

Jeder Aufenthalt startet für mich auf's Neue mit einer kleinen Begehung. Ich durchforste die Strandpromenade, den Hafen, die Altstadt und, und, und. Egal in welchem Hotel ich Quartier bezog, eine freundliche Atmosphäre war überall zu spüren.

Im Gegensatz zu vergangenen Jahren ist etwas beschwerlicher geworden, als Pauschalurlauber ein geeignetes Hotel zu finden. Hierbei spielen Ansprüche und Budget sowie Verfügbarkeit eine große Rolle.

An den Tagestourismus in dieser Stadt habe ich mich schon gewöhnt. Er ist stärker geworden, das zeichnet sich durch die verstopften Strassen in der Innenstadt aus. Für mich, bei meinem letzten Aufenthalt im Mai diesen Jahres, ein etwas ungewöhnlicher Anblick. Und dennoch wird diese Stadt durch den Tourismus am Tage quirlig.

Es genügt, sich in eine der Strandtavernen zu setzen. Von hier aus lassen sich die ankommenden Touristen mit den Reisebussen sehr gut beobachten. Aber auch jene, die nicht nur in der Gruppe kommen, sondern individuell, um mit der Fähre zur Insel Chrissi abzulegen.

Geniesst man stattdessen in der Fussgängerzone oder an der Platia einen Frappé, Orangensaft oder dergleichen, ist man in das lebendige Tagesgeschäft der kleinen Stadt eingebunden: Schulkinder, Geschäftsleuten, Hausfrauen, Touristen - ein Dreh- und Angelpunkt.

Ein sehr überwältigender Andrang ist auch samstags auf dem Wochenmarkt zu spüren. Hier bieten die Bauern Obst, Gemüse, Pflanzen feil. Aber auch Jungtiere (Kücken) wechseln ihre Besitzer. Textilien, Schuhe, Haushaltswaren - der Markt umfasst ein umfangreiches Sortiment.

Abends, abends wird es ruhiger in Ierapetra. Die hier untergebrachten Gäste kehren von ihren eigenen Tagesausflügen zurück und verteilen sich auf die Bars und Tavernen. Der Verkehr wird ruhiger - und auch den Einheimischen kann man verstärkt nach 20 Uhr/21 Uhr bei ihren Spaziergängen oder in den Lokalen begegnen.

Ein Auto ist empfehlenswert, wenn man einsame Strände oder die nähere Umgebung erkunden möchte. Ob nun immer entlang der ausgebauten Strasse in Richtung Sitia oder aber in Richtung Viannos - zahlreiche Sehenswürdigkeiten werden frei, die noch nicht im normalen Katalog-programm enthalten sind.

All jene, die nicht über den Führerschein verfügen oder auf das Auto verzichten möchten; denen sei die zentrale Busstation empfohlen. Ihnen entgeht zwar der individuelle Zwischenstopp mit dem Auto - aber dafür kann er direkt ein Stück am Leben teilhaben. Busse, die zum größten Teil noch von einem Schaffner begleitet werden, dienen gleichzeitig als Beförderungsmittel für Pakete, Zeitungen etc. Hier möchte ich einen Vergleich anbringen mit den früheren Postkutschen aus älteren Filmen oder wie sie zum Teil noch in Western zu erleben sind.

Welche Möglichkeiten bieten sich für den Gast, um von Ierapetra mit dem Bus ein Stück Kretas zu entdecken? Ein Tagesausflug nach Heraklion, Agios Nikolaos oder Sitia. Hört es sich im ersten Moment sehr wenig an, so lassen sich Fahrten dieser Art beliebig kombinieren. Zum Beispiel nach Spinalonga von Agios Nikolaos oder zum Palmenstrand Vai von Sitia.

Heraklion lässt sich sicherlich auch nicht in einem Tage "abgrasen".

Ierapetra mit seinen Temperaturen und seiner Vegetation ist ein Kontrast zum Norden und auch zum Westen Kretas. Dieser Kontrast überträgt sich auch auf den Gast. Während der Norden sehr gut touristisch erschlossen ist, bekommt der Gast in Ierapetra eine individuelle Note zu spüren. Der Charme dieser Note liegt darin, dass die Kreativität des Urlaubers in seiner Freizeit-/Urlaubsgestaltung im höchsten Mass gefordert wird.

Egal die Reise über einen Reiseveranstalter gebucht oder auf eigene Faust unternommen wird. Jeder, wirklich jeder hat hier die Möglichkeit, aus seinem Urlaub die sprichwörtlich schönsten Tage des Jahres zu machen.

Es ist nicht der einzige Ort, den ich auf Kreta kennengelernt habe. Müsste ich mich bei den Städten entscheiden, so würde meine Wahl immer wieder erneut auf Ierapetra fallen.

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