"Die Kraft des Meeres"

"Die Kraft des Meeres"


 


 

Wer träumt ihn nicht, den Traum vom Badeurlaub? Wer träumt nicht davon, den ganzen Tag am Strand zu verbringen? Nur, um des Wassers Anblick wegen...


 

Das Meer ist ein interessanter Freund. Ein anderer Freund. Ich habe schon oft davon gehört, "die Braut sei das Meer". Ob Braut oder Freund - das ist jetzt egal. Aber auch ich verstehe den Sinn.


 

Fischer bewegen sich täglich auf das Meer zu ihrem Fang. Matrosen und Kapitäne haben ebenso ein zweites Zuhause auf dem Meer gefunden. Sie teilen ihr Leben bei Wind und Wetter mit der See. Für manch ist es ein Leben lang.

 


 

Was macht es so liebenswert, dieses Meer? Ist das Wechselspiel der Farben, aus dem stählernden Blau in verlockendes Türkis - ist es das Rauschen der Wellen - ist es vielleicht das Spiegeln der Sonnenstrahlen? Die Antwort darauf kann uns das Meer nur selber geben.


 

Auch ich habe mich in den Bann des Meeres ziehen lassen. Ich wurde verzaubert von dieser unbeschreiblichen Schönheit. Und ich durfte weitere Geheimnisse des Meeres kennenlernen.


 

Zwei Wochen hat mich das Meer begrüßt und zwei Wochen sich auch verabschiedet. Jeden Tag aufs Neue. Die Wellen des Meeres weckten mich morgens sanft aus dem Schlaf und brachten mich abends zu Bett.


 

Meine Freude war gross, als ich das Zimmer bezog - mit Meerblick. Es hört sich im ersten Moment wie eine Floskel aus dem Katalog an; ist es aber nicht. Die Erwartungen wurden sogar noch gesprengt. Das Zimmer, klein und fein, der Balkon erinnert mich an ein romantisches Märchen - doch der Ausblick, der Ausblick war sagenhaft schön. Wasser, Wasser, Wasser...


 

Den Kopf nach rechts geneigt, so sah ich die Promenade von Ierapetra, wo am Horizont das alte Fort erschien. Am Horizont des Meeres dann und wann ein Schiff.


Menschen, die nur diesen Blick nach vorn auf das Wasser haben, auf die Weite des Meeres, sehnen sich nur nach vorn - und nicht mehr zurück.


 

Die Sprache des Meeres habe ich in der ersten Woche noch nicht ganz verstanden. Viel zu beschäftigt war ich mit mir selbst. Ich habe ihm erzählt von Sorgen und Nöten, von Träumen und Plänen. All das nahmen die Wellen mit sich auf. Sie haben nicht getobt; nein sie schlugen einen gleichmäßigen Takt.


 

Durch diese Harmonie wurde ich wach. Und ich lauschte. Auch sie hatten viel zu erzählen. Nein, sie haben nicht getratscht. Aber auch ich konnte erfahren, was sie auf ihrem täglichen Weg so erleben.

Freuden und Tränen, Schicksal und Genuss - das ist der tägliche Begleiter des Meeres. Boote, die herausfahren und nicht wiederkommen; Menschen, die den Genuss erfrischenden Bades nehmen; verliebte Pärchen, die sich ihre ruhige Bucht suchen; und Menschen, die einfach nur trauern wollten.


 

Es war ein Rollenspiel. Nun hörte ich dem Meer geduldig zu. Und traf so auch meine Entscheidungen. Sie sind in Etappen entstanden. Stück für Stück. Und auch ich schau nicht mehr zurück. Ich schau nach vorn, um die Aufführungen des Meeres zu sehen. Sie geben einen Spiegel von dem, was man sucht. Aber es ist nicht nur ein Spiegel, es ist auch eine Karte, die den Weg zeigt, das Ziel zu erlangen.


 

Jegliches Für und Wider wird durch Wellen kommentiert. Manches ganz sanft und leise, anderes durchaus kräftig und bestimmend.


 

Der Blick auf das Wasser lädt nicht nur ein zum Träumen und Geniessen. Der Blick auf das Wasser fordert auch auf, den eigenen Traum zu leben, sich zu verändern, Vergangenes loszulassen. Es ist wie eine Pforte, die sich öffnet und einlädt einzutreten, um alle Wünsche und Hoffnungen anzuschauen.


 

Ein entscheidender Schritt, durch diese Pforte zu gehen - aber sehr schön!

 

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"Warum? - Der Weg nach vorn." Das Gedicht gehört zur eingerichteten Rubrik "(Ge)Wissen".

"Für einen lieben Menschen"   Das Gedicht gehört zur eingerichteten Rubrik "(Ge)Wissen".Copyright:



 

 

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